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Sustainability
15 Min

Fight (food) waste: So funktioniert unser Kreislaufsystem

von
Magdalena Schlehuber
06
.
05
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2021

Zwischen all diesen erschütternden Nachrichten gibt es jedoch einen Lichtblick: Aus dem wachsenden Bewusstsein über die negativen Umwelteinflüsse unserer Lebensweise entsteht Motivation für eine nachhaltige Veränderung und ein Umdenken in unserer Gesellschaft. Immer mehr Menschen versuchen umweltfreundliche Gewohnheiten in ihren Alltag zu integrieren und fahren beispielsweise mit dem Fahrrad statt mit dem Auto oder verzichten auf Flugreisen. Und auch Themen wie Recycling werden immer populärer! Während diese und andere Veränderungen bereits ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sind, verpassen viele von uns jedoch eine weitere bedeutende Möglichkeit, unsere Erde zu unterstützen - und das obwohl jede*r von uns damit täglich Zeit verbringt: Die Rede ist von unserer Ernährung!

Was Ernährung mit Umweltschutz zu tun hat

Sieht man genauer hin, so sind die Zahlen diesbezüglich wirklich erstaunlich: Derzeit werden rund 50% aller weltweit bewohnbaren Flächen für Landwirtschaft genutzt und etwa 42 - 55% aller Treibhausgasemissionen von der Lebensmittelindustrie freigesetzt! Noch unglaublicher ist die Tatsache, dass wir in etwa ein Drittel unserer produzierten Lebensmittel ungenutzt entsorgen. Zudem werden die Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen, auch noch in Einwegverpackungen gehüllt, welche sofort nach dem Einkauf entsorgt werden! So belasten wir unseren Planeten zusätzlich und vergrößern den negativen Einfluss der Lebensmittelproduktion auf unsere Umwelt drastisch.

Aus diesem Grund haben wir uns bei wyldr dazu entschlossen, genau hier anzusetzen und ein ökologisches Kreislaufsystem in unseren Bio-Food-Service zu integrieren: So können wir Lebensmittelverschwendung bekämpfen und gleichzeitig Verpackungsmüll reduzieren!

So funktioniert unser ökologisches Kreislaufkonzept

Unser nachhaltiges Pfandsystem

Im Gegensatz zu anderen Kochboxen liefern wir unsere Zutaten in wiederverwendbaren Transportboxen, die sofort nach dem Auspacken von den Kurier*innen wieder zurückgenommen werden. Auf diese Weise produzieren wir keinen unnötigen Verpackungsmüll und unsere Kund*innen müssen weder eine sperrige Kiste, noch unnötiges Verpackungsmaterial oder Kühlpads bei sich zuhause lagern oder entsorgen. Die Bio-Zutaten selbst erhalten unsere Kund*innen in wiederverwendbaren Baumwollbeuteln, die bei der nächsten Lieferung an die Lieferant*in zurückgegeben werden. Sowohl die Transportboxen als auch die Beutel werden anschließend gesammelt, professionell gereinigt und für die nächsten Lieferungen vorbereitet.

Verzicht auf unnötige Kleinstverpackungen

Aber das ist noch nicht alles: Bei wyldr vermeiden wir zudem die Portionierung in Kleinstverpackungen - vor allem wenn diese einen Wiederverpackungsprozess zur Folge hat. Wenn möglich, verzichten wir außerdem auf jede Art von Verpackung für unsere Zutaten - bis auf unsere Beutel natürlich! In vielen Supermärkten findet man beispielsweise eine einzige Gurke oder eine Handvoll Cashewnüsse in einer Plastikverpackung. Wir erwerben unsere Produkte stattdessen lieber lose bei Bio-Großhändlern und -höfen, so dass wir unsere Zutaten so wenig verpackt wie möglich an unsere Kund*innen liefern können.

Smartes Lebensmittelmanagement

Ein weiterer wichtiger Faktor ist unsere Software: Diese unterstützt uns bei einem optimalen Management unseres Lagerbestands, so dass wir möglichst wenig überschüssige Lebensmittel vorrätig haben. Ist dies doch einmal der Fall, dann geben wir die übrig gebliebenen Zutaten an unseren Partner Too Good To Go oder verarbeiten sie mithilfe unseres Partnerunternehmens weiter - beispielsweise zu köstlichem Bio-Kimchi!

Zu guter Letzt ist uns auch bewusst, dass beim Kochen unserer leckeren Rezepte manchmal zwangsläufig Zutaten übrig bleiben. Das gehört zur alltäglichen Essenszubereitung dazu und wird bei wyldr dadurch verstärkt, dass wir aus ökologischen Gründen auf vorportionierte Zutaten in Kleinstverpackungen verzichten. Um das Kocherlebnis unserer Kund*innen zu optimieren, bieten wir daher unser smartes Lebensmittelmanagement an: Wir berechnen schon bei der Rezeptauswahl die Zutaten, die beim Kochen voraussichtlich übrig bleiben werden. Für diese Lebensmittel geben wir dann Zubereitungsempfehlungen für deren Verwertung in zusätzlichen gesunden Gerichten oder Snacks. Außerdem werden übrige Trockenprodukte - wie etwa Reis oder Nudeln -, die länger haltbar sind, individuell in unserer App vermerkt, sodass diese in wyldr-Rezepten der nächsten Wochen aufgebraucht werden können.

wyldr_ökologisches_kreislaufsystem
Abb. 1 wyldr-Lieferung mit Bio-Zutaten in wiederverwendbare Verpackungen.

Hier ein einfaches Beispiel: Wenn für ein Rezept aus Deiner ersten Bestellung 200 Gramm Quinoa benötigt werden, enthält die gelieferte Verpackung 500 Gramm. Enthält nun ein weiteres wyldr-Gericht Deiner Wahl in den darauffolgenden Wochen wieder Quinoa, so kannst Du in der App selbst entscheiden, ob Du den verbliebenen Quinoa für dieses Rezept verwenden möchtest und Du statt einer neuen Packung Quinoa eine Gutschrift dafür bekommst.

Bei wyldr nehmen wir unseren Umgang mit Verpackungsmüll und Lebensmittelverschwendung sehr ernst, weshalb wir konkrete Maßnahmen ergreifen und Konzepte etabliert haben, die uns dabei unterstützen, wertvolle Ressourcen einzusparen und unseren Planeten zu schützen. Wir hoffen, dass andere es uns gleichtun und wir gemeinsam eine Ernährung fördern können, die unserem Körper und unserer Erde Gutes tut.

Wenn Du mehr über eine nachhaltige Ernährung erfahren willst, dann solltest Du Dir unseren Blogbeitrag über die Planetary Health Diet genauer ansehen.



Quellen:

  1. W1siZiIsIjIwMTUvMTEvMDUvMDhfNDZfMDZfNTIyX0dSQUlOX1VOQ1RBRF8yMDEzLnBkZiJdXQ (grain.org).
  1. Food waste within food supply chains: quantification and potential for change to 2050 | Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences (royalsocietypublishing.org).
  1. Alles was du über Lebensmittelverschwendung wissen musst | Too Good To Go.

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